Menschen & Brauchtum

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»Marhaba«, sagt der Ägypter, wenn er meint »Welcome to Egypt«.

Staatsreligion ist der Islam, zu dem sich etwa 94 % der Bevölkerung bekennen. Dem koptischen Christentum gehören nach unabhängigen Schätzun- gen rund 6 % der Ägypter an. Eine unverzichtbare Institution Ägyptens sind die Kaffeehäuser, sozusagen der Wirt um die Ecke. Dort sitzen die Männer unter sich, trinken Tee mit Minze oder süßen arabischen Kaffee, rauchen Wasserpfeife mit Apfelgeschmack, spielen Tawla (Backgammon) und tun, was die Ägypter am liebsten tun: über Gott und die Welt reden, schimpfen - und lachen.

Und dann ist da noch die berühmteste ägyptische Eigenheit, genannt das ägyptische IBM, mit der sich der Reisende am besten schon vor der Ankunft anfreundet und westeuropäische Gedanken von Effizienz für die Dauer des Urlaubs vergißt.

Die Initialen stehen für "insha'allah" (So Gott will), "bukra" (morgen) und "malesh" (Macht nichts, Entschuldigung!). "Insha'allah" bedeutet, daß alles schiefgehen kann, wenn es Gottes Zustimmung nicht findet. Andersherum liegt der Grund für alles Scheitern damit immer außerhalb menschlicher Einflußnahme. "Bukra" ist ein dehnbarer Begriff, der die Dimension von Ewigkeit annehmen kann: vielleicht morgen, übermorgen oder überübermorgen. "Malesh" entspricht dem ägyptischen Gemüt, die Ruhe zu bewahren, da man ja doch nichts ändern kann. Vielleicht klappt es ja, insha'allah, bukra.

Alles ist nämlich, "mish mushkella",
 
No Problem !

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