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Canyon

Neben dem Blue Hole ist der Canyon wohl der bekannteste Tauchplatz in Dahab. An manchen Tagen verwandelt sich der Canyon daher in einen Whirlpool aus Luftblasen. Es ist ratsam vor 10:00 Uhr oder nach 14:00 Uhr zu tauchen, da dann die Tagesausflügler von Sharm El Sheikh noch nicht da oder schon wieder weg sind.

Der Einstieg führt durch die ca. 100 Meter lange Lagune mit einer Tiefe von 2-3 Metern. An deren südöstlichem Ende weist eine Schneise in zwei Metern Tiefe den Weg ins offene Wasser. Achtung: Bei ablaufendem Wasser kann die Strömung aus der Lagune ins offene Meer erheblich sein.
Die Riffwand fällt zunächst auf 8 Meter ab. Zwei kleine Korallenstöcke befinden sich in unmittelbarer Nähe der Schneise, wobei der eine in 8m Tiefe die Form eines Drachenkopfes aufweist, wenn man vom Canyon aus zurücktaucht. 

Der kleine "Drachen" ist wohl die beste Orientierung, um die Schneise nach dem Tauchgang wieder zu finden, da bei stärkerem Seegang ein Überqueren des Riffdaches unmöglich ist.

Vom "Drachen" aus sind es ca. 70 m in nördlicher Richtung bis zum oberen Ende des Canyons. Ein kleiner Korallenblock in 12 Metern Tiefe mit einem dunklen Spalt bildet den Eingang.

Der Block wird von riesigen Schwärmen Glasbarschen bewacht, die nur zögernd zurückweichen, wenn die Taucher durch den Eingang in den Canyon schweben.
Unterhalb des Blockes befindet sich eine kleine Höhle, die das obere Ende des Canyons bildet.

Der Canyon ist in diesem Teil knapp 3 Meter breit und ca. 9 Meter tief. Das Tageslicht fällt durch die schmale Spalte am Dach und zaubert immer wieder neue Lichtmuster an die Wände.

Im Licht der Lampen werden im Canyon immer mehr Glasbarsche sichtbar. Hinter der Wand dieser Schwarmfische verbirgt sich allzu oft ein "kapitaler" Brocken - also nicht erschrecken, wenn da plötzlich noch ein Napoleon oder ein Zacki hinter den Glasbarschen auftaucht.

 

 

 

 

 
D
er Grund fällt seicht von 16 auf 30 Meter ab. In dieser Tiefe öffnet sich der Canyon zu einer runden Grotte, deren großer Ausgang bei 20 Metern liegt. Manchmal wählen wir auch diese Öffnung als Eingang - dann betauchen wir den Canyon von unten nach oben. Der sich weiter unten anschließende Teil des Canyons zieht von der Grotte aus in Richtung Osten.

Anfänglich nach oben geschlossen, später offen, reicht er bis in eine Tiefe von 51 Metern. An dieser Stelle fällt die Riffwand zügig ins dunkle Blau ab.

Der Rückweg über dem Canyondach ist leicht zu finden. Man muss sich nur entlang der Spalte an den vielen Luftblasen orientieren und kommt so automatisch zum Korallenblock im 12-Meter-Bereich zurück.

In südlicher Richtung geht es - das Riff zur rechten Seite - vom "kleinen Drachen" in Richtung Lagune zurück. Wer noch genügend Luft im Tank hat, erreicht weiter südlich der Lagune einen weiteren Tauchplatz, den Canyon Table.

Der Canyon Table weist beste Bedingungen für ein langes Austauchen oder einen 2. Tauch- gang in geringeren Tiefen auf. Die kleinen Buchten in der Riffwand mit Tiefen zwischen 3 und 10 Metern sind wie Tische reichhaltig gedeckt: Kapitale Muränen, Fahnenbarsche, Juwelen-Zackenbarsche, Blaupunktrochen, Rotfeuerfische und viele andere Schwarmfische verwandeln das Rote Meer in eine farbenpräch- tige Unterwasserlandschaft.

Der Canyon Garden - ein weiterer Tauch- platz - liegt ca. 250 Meter nördlich vom Canyon. Auch hier ist ein 2. Tauchgang in der Nähe des Canyons bequem möglich.

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